Archiv der Kategorie: Unistadt

Reparieren statt Wegwerfen – Das Reparaturcafé Göttingen

Toaster kaputt? Häufig ein Fall für die Tonne.  Die Reparatur wäre teurer als ein neues Gerät. Dann also lieber was Neues. Doch das muss nicht sein. In vielen Städten gründen sich Initiativen, die sich ehrenamtlich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Auch in Göttingen reparieren Menschen unentgeltlich kaputte Geräte und Gegenstände aller Art. Verena und Irina waren im Reparaturcafé, um sich das mal anzuschauen. Seht selbst!

„Damit es allen schmeckt.“

Ein Augenzeugenbericht von Anara Smagulova.

Anfang Juni fand in Göttingen ein Fair-Trade-Kochwettbewerb statt. Unsere Reporterin war vor Ort mit ihrer Kamera dabei und hat eine kommentierte Fotogalerie erstellt. Viel Spaß beim Durchklicken! (Zum Starten aufs erste Bild klicken.)

Fairtrade trifft Kochduell

Schon mit dem Kauf eines Kaffees in der Mensa fängt es an, der Erwerb eines Fairtrade Produkts. Doch was steckt hinter diesem Siegel? Fairtrade – fairer Handel – leistet einen Beitrag dazu, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen von Bauern und Landarbeitern in Entwicklungsländern verbessert werden können.

Seit Januar 2009 werden Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Art und Weise für die Verbreitung und den Vertrieb von fair gehandelten Produkten, wie Kaffee, Schokolade und Obst, mit dem Titel „Fairtrade Town“ ausgezeichnet. Im Rahmen der Kampagne „Göttingen wird Fairtown“ organisiert das Institut für angewandte Kulturforschung das erste faire Kochduell Göttingens.

Verschiedene Teams der Georg-August-Universität werden am 5. Juni 2013 gegeneinander antreten und mit einem internationalen Drei-Gänge-Menü versuchen, die Jury aus professionellen Köchen zu überzeugen. Dabei sollen, soweit möglich, ausschließlich fair gehandelte Produkte verwenden werden. Wo dies nicht umsetzbar ist, wird auf Bio-Produkte zurückgegriffen. Göttinger Studierende sind als Zuschauer herzlich eingeladen, die verschiedenen Köstlichkeiten der Teams zu probieren und hinterher mit der Jury den Sieger zu bestimmen. Des Weiteren wird es ein vielfältiges Informationsprogramm zum Thema Fairtrade geben.

Ort der Veranstaltung ist das Ausbildungsrestaurant im „Schaltwerk am Wall“ (Lange Geismarstraße 52 – 73). Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Eintrittskarten können mit dem ermäßigten Preis von 7,50 Euro für Studierende und Schüler oder dem Normalpreis von 15 Euro unter dem Internetportal des Instituts: http://www.ifak-goettingen.de/ erworben werden.

von Eva Schwarze

Die innere Stimme schreit nach Grillen am See

Bei diesem Wetter möchte man die Sonne genießen – doch wo?

Kalt, nass und grau – sah man die letzten Tage, Wochen, ja Monate aus dem Fenster, so waren dies die Adjektive, die das, was man dort draußen sah, am besten beschrieben. Gedanken an schönes Wetter wirkten fern.

Und doch: zieht man nun morgens die Vorhänge auf, so sind sie wieder da, die ersten Sonnenstrahlen und das morgendliche Vogelkonzert. Im tiefsten Innern schreit irgendeine Stimme fröhlich: „Raus! Raus! Raus!“. Doch – wohin? Schon wieder auf den Balkon? Nein, denn dafür hat Göttingen viel zu viel zu bieten. Kanntet ihr beispielsweise schon den neuen botanischen Gärten? Wart ihr schon einmal am Kiessee picknicken? Habt ihr schon einmal ein Buch auf einer der unzähligen Bänke auf der Wallanlage gelesen?

Wem das Fahrradfahren in Regen und Schnee langsam reicht, der kann nun dank der wieder zum Vorschein gekommenen Sonne vielleicht auch mit guter Laune zum Fahrrad greifen. Wer das oft als anstrengend empfundene Radeln aus der Innenstadt zum Nordcampus auf sich nimmt, wird dort im neuen botanischen Garten belohnt mit einem märchenhaften Spaziergang. Während das Licht durch die ersten grünen Blätter fällt, kann man etwas über die hiesige Flora lernen.  Erscheint der Weg zum neuen botanischen Garten als unüberwindbare Hürde und viel zu weit, so bietet auch der alte botanische Garten mit zugehörigem Kaffee an der Wallanlage einen netten Ort für einen schönen Nachmittag.

Auch schön ist der Cheltenhampark, der sich hinter der Albani-Kirche befindet. Die Bänke neben dem kleinen See mit plätschernder Fontäne bieten sich an, um sich mit einem Buch an die frische Luft zu setzen und die Sonne zu genießen. Sicherlich versüßt der Platz auch das Lesen von vielleicht „unendlich lang erscheinender Unilektüre“.

Auch den Schillerwiesen auf dem Hainberg sollte man einen Besuch abstatten,  um sich in der Sonne auszuruhen oder ein Picknick zu veranstalten. Ein Eis vom dortigen Kiosk kann man auf einem Spaziergang durch den Park schlecken: die verschiedenen Wiesen sind durch kleine Wege miteinander verbunden und von Waldflächen umsäumt.

Als zum hundertsten Todestag Friedrich Schillers auf den Wiesen eine Linde gepflanzt wurde, taufte man die Parkanlage „Schillerwiesen“. Dieser poetisch klingende Ort bietet zudem Freiraum für Kinder. Auf dem Kletter-Spielplatz dort können sie sich austoben, während die Eltern sich  derweil ein paar ruhige Minuten gönnen können.

Auch am Kiessee in Richtung Rosdorf kann man die Sonne genießen. Ob als Spaziergang um den See oder zum Enten- und Schwänefüttern – der Weg zum See ist bei schönem Wetter sehr lohnenswert. Auf den ufernahen Wiesen ist genug Platz zum Ballspielen oder Ausruhen. Auf einem Spielplatz mit Piratenschiff können sich Kinder austoben. Während  an heißen Sommertagen leider das Baden verboten ist, so kann man dennoch mit dem Tretboot hinaus auf das Wasser fahren. Und wem das Baden dennoch verlockender erscheint, der kann einfach ein paar Meter weiterfahren zum naheliegenden Baggersee – dieser ist auch zum Schwimmen freigegeben.

Im Nordwesten Göttingens befindet sich der Levinsche Park. Wer sich hier hinbegibt, kann alte Fabrikgebäude, Gewässer und Wasservögel bestaunen. Auch hier kann man den Stress des Unialltags abbauen und sich am Frühling erfreuen.

Wem der Gang über alte Friedhöfe keine Schauer über den Rücken jagt, der sollte sich zudem auf den Bartholomäus Friedhof zwischen Weender Landstraße und Maschmühlenweg begeben. Spaziergänger können hier architektonisch schöne, historische Gräber von Poeten und ehemaligen Professoren betrachten. In der Sonne wirken selbst die ältesten Gräber nicht unheimlich – das „kalte, nasse, graue Wetter“ des Winters ist schließlich endlich verschwunden und auch die Gräber erscheinen in warmem Licht.

Theresa Hellwig