Bewegung in der Wohnraumfrage

Nach monatelangen Beschwerden und Diskussionen und so manchem Artikel in unserer Campuszeitung gibt es einen Hoffnungsschimmer in der Wohnraumfrage. Aus gleich zwei Richtungen haben Wohnungssuchende in den nächsten Jahren Hilfe zu erwarten. Sowohl der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD), als auch die Wohnungsgenossenschaft Göttingen streben teils schon konkrete Pläne an. Letztere plant den Bau von 120 Studentenwohnungen in Weende teilt das Göttinger Tageblatt mit. Auf dem baldigen Baugebiet befindet sich derzeit noch eine Garagenzeile. Diese soll zugunsten des vierstöckigen Neubaus abgerissen und in diesen neu integriert werden. Begrüßt wurde dieses Vorhaben von vielen Seiten. Auch der Ortsrat Weende hat sich bereits, auch kritisch, dazu geäußert. Es gebe vor allem Bedenken wegen möglicher Lärmbelästigung. Auch das geplante Verhältnis der Ein- und Zweizimmerwohnungen und den Autostellplätzen von 6:1 wurde vom stellvertretenden Ortsbürgermeister Hans Otto Arnold (CDU) als unzureichend kritisiert, von der AStA-Kulturreferentin Maj-Britt Sundqvist in einer Stellungnahme jedoch als „absolut ausreichend“ bezeichnet.

Auch an oberster Stelle macht sich die Göttinger Politik Gedanken über die bestehende Problematik. Bis zum Ende seiner Amtszeit im nächsten Jahr möchte Oberbürgermeister Meyer etwas Konkretes angestoßen haben. Um bezahlbaren Wohnraum mit Mietobergrenzen von 6,50 Euro pro Quadratmeter zu erreichen würden momentan Fördermöglichkeiten von Bund und Land geprüft, eine Maßnahme, die auch die Zustimmung vom AStA findet. Lediglich der Zeitraum sei zu weit gefasst. „Wohnungsnot ist jetzt ein Problem und darum müssen auch jetzt Lösungen gefunden werden“, so die AStA-Sozialreferentin Kirsten Schöffel. Die Schließung von Baulücken und die Ermittlung des Bedarfs an Wohnbauflächen durch das Gewos-Institut seien jedoch sehr zu begrüßende Maßnahmen. Da allerdings viele Studierende von der Wohnungsnot betroffen sind, erwartet Schöffel, dass Mitglieder der Studierendenvertretung durch Gespräche beteiligt werden. Kritisiert wurde von Christian Neumann aus dem Sozialreferat, dass bisher lediglich Ein- und Zweizimmerwohnungen geplant seien, da viele Studierende das Leben in Wohngemeinschaften bevorzugten. Dazu Neumann: „Das muss endlich auch in den Köpfen der Wohnungsbaugesellschaften ankommen“

Auch wenn noch nicht alles geklärt ist und konkrete Daten noch ausstehen: Es kommt Bewegung in die Wohnraumfrage. Dass die Vorschläge und Maßnahmen von politischer Seite und der Wohnungsgenossenschaft angestoßen wurden zeigt, dass die Stadt die Studierenden nicht vergisst. Auch wenn es denjenigen, die derzeit auf Wohnungssuche sind noch nicht viel nützt – bezahlbarer Wohnraum in Göttingen scheint nicht mehr in allzu weiter Ferne zu sein.

Von Manuela Wolbers

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