Something Wild is happening in Brooklyn

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Mit Spaß bei der Arbeit: Mike und Shelby im Studio

„Something Wild“ (Mike 22, Shelby 19)  sind eine aufsteigende und talentierte Rockband aus Cherry Hill, New Jersey. Am 25.Mai wird ihre erste Single veröffentlich. Ich durfte sie knapp zwei Tage im Studio bestaunen.

Brooklyn, New York City. Es ist Mitte März, die Luft riecht, für New York typisch, nach Abgasen, Müll und einer Menge undefinierbaren Gerüche, die Sonne scheint, der Wind fegt durch die Häuserschluchten. Ich stehe vor einem kleinen Gebäude in der Nähe der Church Ave in Brooklyn. Über dem Eingang hängt ein Schild Don One Sounds.

Wir schleppen Verstärker und Gitarre die kleine Treppen hinauf, Shelby zeigt mir wie man Türen mit einer Kreditkarte öffnen kann und wir treten ein in die, für mich doch sehr unvertraute, Studiowelt. Don One Sounds ist eigentlich ein Reggaestudio, aber was hier in den nächsten ,sagen wir, 48 Stunden passieren wird ist alles andere, aber kein Reggae. Als ich reinkomme, umfängt mich ein süßlicher Duft.Es herrscht eine merklich entspannte Atmosphäre. Die Wände sind in grün,rot,gelb gestrichen und überall hängen Bilder von Reggaekünstlern, die bereits bei Don aufgenommen haben. Shelby und Ich werden freudig von Producer Vince empfangen, der mit Begeisterung sagt, dass er es echt ziemlich cool fände, dass eine Deutsche mit im Studio sei. Vince erinnert mich an Philip Seymour Hoffman in Almost Famous. Mike kommt nach, er trägt eine Lederjacke und ausgebeulte Jeans. Er sieht aus wie man sich einen Prototypen eines jungen Rockers vorstellt.

Am nächsten Tag sollen weitere Vocals aufgenommen werden. Ich bin fasziniert. Man steht in einem Studio, mitten in New York City und ist Teil eines, wohlmöglich, ziemlich großen Teils. Mike und Shelby haben etwas an sich. Eine Lebensfreude, Stärke, Willen- Rock eben.

Ein neuer Tag beginnt,runter geht es ins Studio und ran an die Arbeit. Mike und Shelby sind gut gelaunt und ready to rock. Wie immer. Wir hören uns das bereits aufgenommene Material an und ich bin wie umgehauen. Ich hatte Mike bereits ein Jahr zuvor singen gehört. Aber das was ich da zu hören bekomme, ist etwas ganz anderes. Energie sprüht aus den tausenden von kleinen Boxen im Studio, die Augen weiten sich, die Hände klopfen automatisch im Takt. Das ist Rock. Das ist verdammt guter Rock. Something Wild sind überwältigt. Shelby kann vor Begeisterung nicht mehr ruhig sitzen und fängt sofort an, ganz die Drummerin, auf ihren Oberschenkeln zu trommeln.Vince ist mehr als zufrieden. Mike nimmt noch ein weiteres Set Vocals (mit einer wahnsinnigen Stimme)auf.Vince sagt zur mir,ich sollte die Background Vocals mitsingen.Mir ist in diesem Moment gar nicht bewusst, was eigentlich passiert. Es wirkt für mich alles fremd und beeindruckend zugleich.Ich kann gar nicht singen,ein Glück,dass Mike eine fantastische Stimme hat.

Überall Kopfhörer, Instrumente und in Vince‘ Kontrollraum viele Knöpfe und Bildschirme. So viele Knöpfe, dass ich nach nicht einmal der Hälfte aufgehört habe zu zählen und auch nicht nochmal angefangen habe.

Ich werde das Gefühl nicht los,dass aus Mike und Shelby etwas ganz großes werden kann. Der Vibe,das Gefühl, die Stimmung. Alle Zeichen stehen auf RocknRoll.

Zwischen den Aufnahmen und der Aufregung kann ich mein erstes Interview mit Mike und Shelby führen.

Wir setzen uns in eine kleinen rot gestrichenen Nebenraum des Studios und beginnen mit unserem Interview.

AC(Anna Charlotte): Wie seid ihr auf den Namen gekommen und auf die Idee eine Band zu gründen?

Mike:Wir hießen erst The Black Sheep, ich mochte das ganze Image des Namen,aber der Name war nicht originell genug.Einen Namen zu finden ist der schwierigste Teil, wenn man eine Band gründet. Namenfindung ist ein ziemliches Arschloch.Wir hatten seitenlange Listen mit Namen,die wir gut fanden, aber wir konnten uns wirklich nicht einig werden. Immer wenn einer einen Einfall hatte, fand ein anderer den Einfall scheiße. Ich meinte nur Der Name muss irgendwie anders  sein,Rock’n‘ Roll, Heavy Meral. Irgendwas total WILDES.

Shelby: Er hatte eine Art Erleuchtung. Ich fand den Namen echt richtig gut. Es gibt einen ziemlich schlechten Film aus den 80ern der auch Something Wild heißt, was wir nicht wussten und ich weiß nichtmal worum es in dem Film geht.

M:Der Film soll ziemlich schlecht sein

S:Aber wenn das die einzige Verbindung mit unserem Name ist, dann liegt es wohl an uns zu zeigen, dass Something Wild nicht nur ein schlechter Film ist,sondern verdammt gute Musik!

Wir haben uns durch unseren alten Bassisten kennengelernt.Unser alter Bassist, der auch Mike heißt, kannte mich noch aus der Schule und wir haben öfter zusammen gespielt. Er kannte Mike von the school of rock wo Mike Gitarrenunterricht gibt und meinte zu mir, dass Mike einen Drummer für ein Benefizkonzert bräuchte.

M:Ja, einer meiner Schüler hatte in Folge des Tsunamis in Japan 2011 ein Benefizkonzert auf die Beine gestellt.Eigentlich sollte ein Freund von mir, Grayson, dort dann die Drums spielen, aber der konnte doch nicht. Unser baldiger Bassist meinte dann zu mir Ich kenn‘ eine aus der High School Jazzband ,die spielt Schlagzeug und hat eigentlich immer Lust zu spielen,lass doch mal gucken,wie gut sie ist .Wir sind dann zu Shelby gefahren und sie war wirklich gut.Nach dem Konzert haben wir dann beschlossen weiter zusammen zu spielen.

S:Unser Wahnsinn ergänzt sich wunderbar. Die Chemie muss eben stimmen.

M:Es war kompatibler Wahnsinn.

AC:Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

M:ROCK n ROLL!

S:Wir wollen uns in unserer Musik ausleben, die Leute sollen Spaß an unserer Musik haben.

M:Wir haben eine Menge durchgemacht bevor wir diese Platte aufnehmen konnten und mit unserer Musik drücken wir unteranderem das aus.

AC:Was hatte musikalisch den größten Einfluss auf eure Musik?

S: Mike und ich hören definitiv die selbe Musik,aber ich höre momentan auch gern Drum’n’Bass oder Hip-Hop.

M:Ich höre sehr viel 60er/70er Rock,Hard Rock,Garage Rock,Alternative etc. Ich bin ein Stereotyp, ich habe lange Haare und trage gern Lederjacken.Aber manchmal höre ich auch gern Hip-Hop,Soul und Motown. Natürlich spielt das mit rein,aber am meisten der Rock.Aber als Ich in der vierten Klasse war,wollte ich Jazzmusiker werden.

S:Ja,ich habe auch als erstes mit Jazz angefangen. Mein Großvater war ein großer Jazzfan und hat immer auf die Drummer in einer Big-Band geachtet,so hab ich eigentlich angefangen die Drums zu spielen.

M:Die ersten Musiker/Bands die ich kannte waren Queen,Jimi Hendrix,Al Green und Michael Jackson. Ich habe wegen Brian May von Queen angefangen Gitarre zu spielen.

AC:Wie fühlt ihr euch mit der momentanen Situation? Seid ihr aufgeregt in welche Richtung das alles gehen könnte?

S:Wir drehen nicht total durch, aber sind natürlich aufgeregt.Es hat sich alles so verändert in den letzten paar Monaten. Wir haben wohl auch bald einen Manager.

M:Ich finde das alles wahnsinnig aufregend, aber auch super unheimlich.Aber man lebt nur einmal und wir machen genau das, womit wir uns ausdrücken können und am meisten gefällt.Es gibt genug Menschen die einem sagen man soll was vernünftiges machen.

S: Plan A: Musik. Ich habe keinen Plan B.Ich will gar nichts anderes machen.

M: Ich könnte jetzt auch Psychologie studieren und bald meinen Abschluss machen.

AC: Was stellt ihr für Ansprüche an die Zukunft?Rock’n’Roll Hall of Fame?

M:Das wäre der Wahnsinn!

S:Wir haben Großes vor.Also wir wollen erstmal das Album fertig bekommen und dann eine Tour buchen.

M:Unsere Musik national und international verbreiten.Man braucht aber eine Menge Geduld.Ich meine Rock’n’Roll Hall of Fame,Grammys,Stadien,ich glaube nicht an halbe Sachen,greif nach den Sternen!Ich möchte das ganze so weit ausschöpfen wie möglich. Wir wollen auf das Niveau von Led Zeppelin oder Black Sabbath.

S:Wir wollen unseren Traum leben,das ist wie eine Leiter die man hochklettert.Da ist vielleicht gar kein Ende,alles ist möglich.

M:Es ist kein Ende in Sicht.

AC:Vielen Dank für das Interview!Wir sind gespannt.

Mike&Shelby: Sehr gern.

http://www.facebook.com/wearesomethingwild

ACG

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