Neuer linker AStA

Die Göttinger Studierendenschaft hat seit vergangener Nacht einen neuen linken AStA, der im Studierendenparlament von Grüner Hochschulgruppe, Juso-HSG, Basisgruppen, Schwarz-Rot-Kollabs und der PARTEI-HSG unterstützt wird. Diese Gruppen verfügen nur über eine knappe Mehrheit von einem Sitz (31>30). Neue AStA-Vorsitzende ist nun Vivien von der GHG, die ihr wahrscheinlich schon aus unseren Beiträgen zur Wahl kennt.
Auf der konstituierenden Stupa-Sitzung wurden zuätzlich zu den Pflichtreferaten (Äußeres, Finanzen, Hochschule und Soziales) Referate für Antirassismus, Gender, Kultur, Ökologie, Politische Bildung und Transparenz und Öffenltichkeitsarbeit eingerichtet. Damit verschafft sich der AStA ein allgemeinpolitisches Profil, während die Zahl der „Ministerien“ mehr als verdoppelt wird. Der scheidende AStA aus ADF und RCDS hatte nur die Pflichtreferate eingerichtet und darüber hinaus die Themen Kultur und Öffentlichkeitsarbeit durch Teams besetzt. Eine allgemeinpolitische Ausrichtung lehnen diese Gruppen ab.

5 Jahre Univision

Am 23. Februar haben wir anlässlich unseres 5-jährigen Bestehens eine kleine Feier veranstaltet und auf unser Jubiläum angestoßen. Zu Gast waren Ehemalige, UnterstützerInnen und Kooperationspartner. Nach einigen kurzen Ansprachen und Dankesworten, ließen wir gemeinsam die Zeit noch einmal Revue passieren. Zu sehen gab es diesen Zusammenschnitt der wichtigsten Meilensteine aus unseren über 100 veröffentlichten Videos aus 5 Jahren. Kuchen und Geschenke gab es auch und zum Abschluss ein Geburstagsständchen. Ein Video von der Feier folgt in den nächsten Tagen.

Hintergrund: Im Herbst 2010 beschlossen fünf Studierende, das Campusfernsehen an der Uni Göttingen wiederzubeleben. Unterstützt wurden sie dabei von der ZESS, wo auch das notwendige Know-How gelehrt wird. Zu den Uniwahlen im Januar 2011 produzierten sie die ersten drei Videos, damals noch ohne Projektnamen. Am 21. Februar 2011 ergab eine Abstimmung, den neuen Namen und das Logo, wie wir es heute kennen.

Reaktionen zum StuPa-Wahlergebnis

Die Göttinger Studierendenschaft hat gewählt. Wir waren bei der Auszählung vor Ort und haben die SpitzenkanditatInnen der größten hochschulpolitischen Gruppen (Juso-HSG, GHG, ADF, RCDS) unmittelbar nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse interviewt.
Die Vertreterinnen von Juso-Hochschulgruppe und Grüner Hochschulgruppe äußerten sich optimistisch über die mögliche Bildung eines linken AStAs, der allerdings auf die Unterstützung der PARTEI-Hochschulgruppe angewiesen wäre. Der Spitzenkandidat der ADF betrachtet die amtierende Regierungskoalition als gescheitert. Der Frontmann des RCDS sieht seine Gruppe in der Opposition.

Wahlergebnis Stupa 2016

Die Auszählung ist gelaufen, die Ergebnisse sind nun bekannt. Erneut stärkste Kraft ist die ADF mit 21 Sitzen (+2), dann folgen die Grüne Hochschulgruppe mit 13 (+1), die Juso-HSG als große Zugewinnerin mit 11 (+5) und der RCDS wieder mit 9 Sitzen. Die Basisgruppen holen erneut 4 Sitze, Schwarz-Rot-Kollabs verliert 2 Sitze (jetzt 1 Sitz), die PARTEI-Hochschulgruppe erlangt 2 Sitze (-1). Die Liberale Hochschulgruppe ist nicht mehr im Parlament vertreten (-1). Der Hochschulableger der AFD, die JA-Hochschulgruppe, zieht auch dieses Jahr nicht ins Parlament ein.

Stupa2016

Trotz der Verschiebungen ergibt sich ein ähnliches Bild wie letztes Jahr. Auch 2015 hatten ADF und RCDS keine eigene Mehrheit und waren auf die Vertreter der ehemaligen Fraktion der PARTEI-HSG angewiesen. Dass ein solches Bündnis erneut zustande kommt, ist allerdings fraglich. Möglicherweise formiert sich stattdessen ein linkes Bündnis. Wer am Ende den AStA und damit die Regierung bildet, hängt maßgeblich vom Verhalten der PARTEI-HSG ab und wird sich erst nach den Koalitionsverhandlungen ergeben, die in den nächsten Wochen anstehen.

GöHört Wahlspezial #2: Juso-HSG und RCDS

Seht hier den Videomitschnitt der zweiten Live-Diskussion vom 16. Dezember im Campusradio GöHört. Zu Gast waren Silke Hansmann von der Juso-Hochschulgruppe und Henrik Wärner vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), und damit wieder eine Verfechterin des allgemeinpolitischen Mandats aus der Opposition und einen Vertreteter einer Gruppe aus dem AStA, die für service-orientierte Hochschulpolitik steht.